PIER ONE  |  Kesselstraße  |  Medienhafen

Auftakt für das "Pier One" im Medienhafen
28. Mai 2018

Prosperierende Städte machen weltweit durch auffällige Bauten auf sich aufmerksam. Die Stadt Düsseldorf startet morgen den Planungsprozess für ein spektakuläres Vorhaben im Hafen. Der Bebauungsplan-Vorentwurf für einen Pfahlbau im Wasser wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bau ist deswegen besonders, weil er über sich hinausweist: Er wird nordöstlich der Halbinsel Kesselstraße so ins Wasser gestellt, dass gleich drei Landzungen durch ihn miteinander verbunden werden können.

Die Idee dazu stammt von Architekt Christoph Ingenhoven, der aktuell durch den Bau eines großen Shopping-Centers an Schadowstraße/Gründgens-Platz (Kö-Bogen II) sowie Umbau und Sanierung des Schauspielhauses von sich reden macht. Die Idee, die Landzungen des Hafens durch Brücken zu verbinden, ist aber viel älter - sie stammt aus dem Jahr 2000, als im NRW-Forum die Ausstellung "Living Bridges" zu sehen war. "Werner Lippert, der damalige Chef des NRW-Forums, sprach mich an und fragte, ob wir uns nicht mit einem Projekt beteiligen wollten", erinnert sich Christoph Ingenhoven.

Vorstellung Im Rahmen der Reihe "Stadtplanung zur Diskussion" wird morgen der Bebauungsplan-Vorentwurf "Nordöstlich Halbinsel Kesselstraße" ("Pier One") im Hotel Courtyard by Marriott, Spedition-straße 11, vorgestellt. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.

Wettbewerb Das Plangebiet im Wasser umfasst 6,1 Hektar. Von den 8500 Quadratmetern Grundfläche (inklusive Brücken) ist die Hälfte für öffentliche Nutzung vorgesehen. Für die Kesselstraße ist ein Wettbewerb in Vorbereitung.

Zeitplan Baustart des "Pier One" kann frühestens im Jahr 2020 sein, die Fertigstellung Ende 2022/Anfang 2023.
Neubau könnte Hotel werden

Erst jetzt, nachdem einige Hemmnisse gefallen sind, ist aus der Idee ein echtes Projekt geworden. Ingenhoven arbeitet dabei mit den Neuss-Düsseldorfer Häfen zusammen. Er hat sich bei der Gestaltung des fünfstöckigen Zwillingsbaus in Sydney inspirieren lassen. Woolloomooloo ist ein östlicher Vorort der australischen Metropole und nur anderthalb Kilometer vom Business-Zentrum der Innenstadt entfernt. Dort steht ein ähnlicher Bau auf einer Landzunge. Hafen, Werft, Wasser: Diese Assoziationen hat man gleich, wenn man Bilder dieser Architektur sieht.

Das "Pier One" stünde auf 160 bis 180 Bohrpfählen, die rund 30 Meter lang sind, im Wasser. Diese nehmen Lasten von bis zu 600 Tonnen auf und stünden in der Tertiärschicht des Erdreichs. Zurzeit ist eine Hotelnutzung für das "Pier One" Favorit, es sollen aber auch Büro- oder eine gewerbliche Nutzung möglich sein.

Von der Kesselstraße aus würden zwei Brücken auf den vorgelagerten Pfahlbau führen; eine für Autos ins Untergeschoss mit 200 Stellplätzen, eine andere zum Erdgeschoss für Fußgänger und Radler. Zwei größere Brücken zu den nebenliegenden Landzungen sind geplant, eine davon als Schwenkbrücke, denn die Weizenmühlenstraße markiert die Grenze zwischen Medien- und Industriehafen. Hier passieren mehrfach täglich Autotransport-, Hotel- und Kreuzfahrtschiffe.
Planungsprozess startet

Die Brücken kosten jeweils drei bis vier Millionen Euro und sollen aus dem Projekt heraus finanziert werden, also ohne städtische Zuschüsse. Laut Ingenhoven beläuft sich die Gesamtinvestition auf 100 bis 150 Millionen Euro.

Planungsdezernentin Cornelia Zuschke begrüßt die Ideen von Ingenhoven und den Neuss-Düsseldorfer Häfen. Jetzt aber starte erst der offizielle Planungsprozess. Es komme auf die Öffentlichkeit und die Politik an, so Zuschke. Zudem sei die Verbindung zum Wettbewerb für die Kesselstraße herzustellen.

© rp online


Pier One: Auftakt des Planungsprozesses
25.05.2018

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Stadtplanung zur Diskussion" wird am Dienstag, 29. Mai, der Bebauungsplan-Vorentwurf "Nordöstlich Halbinsel Kesselstraße" (Pier One) im Veranstaltungsraum des Hotel Courtyard by Marriott Düsseldorf Hafen, Speditionstraße 11, vorgestellt.

"Wir befinden uns in der spannenden Vorbereitungsphase zur Entwicklung eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes für die Halbinsel Kesselstraße", erklärt Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen und Grundstückswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf, und ergänzt: "Die Bürgerinnen und Bürger lade ich herzlich dazu ein, bereits zum Auftakt des Planungsprozesses an dieser gesamtstädtisch bedeutenden Entwicklung mitzuwirken." 

Bebauungsplan-Vorentwurf Nr. 03/033 "Nordöstlich Halbinsel Kesselstraße"
Das rund 6,1 Hektar große Plangebiet liegt im Stadtteil Hafen, im Wesentlichen im Hafenbecken nordöstlich der Halbinsel Kesselstraße. Mit der Projektidee von ingenhoven architects und den Neuss Düsseldorfer Häfen liegt erstmalig ein Bebauungsvorschlag vor, der in Form eines Piers auch die Wasserflächen für die Attraktivierung des Hafens in Wert setzt. Über Brückenbauwerke soll darüber hinaus eine Verbindung zwischen den Halbinseln Speditionstraße und Weizenmühlenstraße geschaffen werden. Als Nutzungskonzept wird derzeit ein Hotel mit Gastronomieangeboten mit Außenterrassen favorisiert; alternativ sind aber auch Büro- und gewerbliche Nutzungen denkbar.

Vorbereitung Wettbewerb Kesselstraße
Die Halbinsel Kesselstraße ist aus gesamtstädtischer Sicht eine bedeutende und zentral gelegene Potenzialfläche. Mit der Entwicklung dieser Halbinsel besteht nicht nur die Möglichkeit der Erweiterung des Medienhafens, sondern gleichzeitig die Aufgabe, einen angemessenen Abschluss gegenüber der sich weiter westlich anschließenden industriellen Hafennutzung zu formulieren. Die Bauvorhaben "Trivago" und "Pier One" im Süden und Norden der Halbinsel Kesselstraße bilden dabei den Auftakt für die weitere Entwicklung der gesamten Halbinsel. Zur weiteren städtebaulichen Ideenfindung soll für die Halbinsel Kesselstraße ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt werden. Aufgabe des Wettbewerbs ist, ein städtebauliches, freiraumplanerisches und verkehrliches Konzept zu erarbeiten.

© Stadtentwicklung | Landeshauptstadt Düsseldorf


Neuer Schub für den Düsseldorfer Medienhafen
15.01.2018

Stadtplaner und Architekten wie Christoph Ingenhoven wollen die Halbinsel Kesselstraße mit Pier und Brücken zur Attraktion machen.

Mitte der 90er-Jahre war der neue Medienhafen mit den Gehry-Bauten in aller Munde - weit über die Stadtgrenzen hinaus. In den letzten Jahren aber wurde es ruhiger um den Hafen, spektakuläre Neubauten gab es kaum noch - dafür endlose Verzögerungen wie beim Frankonia-Projekt "Königskinder", das nach 13 Jahre nun als "Heimathafen" doch noch ins Ziel einlaufen soll. Jetzt will die Stadt dem Hafen neuen Schub geben.

Dafür soll - unter Beachtung der 2016 mit den Hafenbetrieben geschlossenen Vereinbarung - der Medienhafen auf die Halbinsel Kesselstraße ausgedehnt werden und dort "als gelungener Übergang zum Industriehafen" enden. Dazu dient der offene städtebauliche Wettbewerb, dessen Vorbereitung der Planungsausschuss heute absegnet. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Welche Planungsziele verfolgt die Stadt?
Bei der Fortentwicklung des Medienhafens bis zur Kesselstraße sollen die neue Trivago-Zentrale und das Projekt "Pier one" von Christoph Ingenhoven die Klammer bilden. Für heimische und auswärtige Flaneure besonders spannend: Die Uferpromenade soll am Hafenbecken A verlängert werden. Geprüft werden zudem mögliche Baufelder und -grundstücke, auch geeignete Hochhausstandorte. Zudem ist ein neues Verkehrskonzept zur Erschließung vorgesehen.


Welches Projekt ragt heraus?
Ingenhoven will die alte Idee von mehr Fußgängerbrücken im Hafen neu beleben, damit man am Ende den ganzen Medienhafen zu Fuß umrunden kann. Dazu dienen soll insbesondere sein "Pier One", der der Kesselstraße vorgelagert im Wasser auf Pfählen entstehen und über Brücken die Halbinseln Spedition- und Weizenmühlenstraße verbinden soll. Wie berichtet können im Pier selbst entweder ein Hotel mit Gastronomie und Terrasse oder Büros einziehen. Die beiden liegenden, fünf- und sechsgeschossigen Bauten laden an ihren Enden mit öffentlichen Plätze zum Verweilen ein.

Gibt es weitere spektakuläre Bauvorhaben?
Ja. Die Arbeiten an der Trivago-Zentrale und bei "Float" (Uniper) am UCI-Kino sind weit fortgeschritten, im nächsten Jahr legt Interboden mit seinem Öko-Bürogebäude in Holzhybrid-Bauweise an der Speditionstraße los. Die Architekten von HPP setzen da auf das "Cradle-to-Cradle"-Prinzip, bei dem möglichst viele Bauelemente wiederverwertet werden können.

Was sagen die Stadtpolitiker zu den Plänen?
Das Öko-Haus hat der Rat bereits genehmigt, der Pier im Wasser kommt gut an: "Ein sehr interessantes Projekt, das den Hafen weiter aufwerten wird", sagt SPD-Fraktionschef Markus Raub. Bei der Kesselstraße insgesamt setzt er große Hoffnung in den Wettbewerb mit öffentlicher Beteiligung, denn: "Ein solches Gebiet kann man nicht am Grü en Tisch planen." CDU-Planungsexperte Alexander Fils schwärmte bereits bei der Pier-Vorstellung von einem "Geniestreich", mit den Brücken werde "ein Rundumlauf über die Hafenfinger möglich".

© Westdeutsche Zeitung


Düsseldorfs MedienHafen weiter gestalten
23.11.2017

Oberbürgermeister Geisel kündigte anlässlich des 2. "Immobiliendialog Wirtschaftsraum Düsseldorf" die Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs für die derzeit brachliegende Landzunge der Kesselstraße an. Ziel ist, in diesem Übergangsbereich zum Wirtschaftshafen die Entwicklung des Standortes MedienHafen städtebaulich abzuschließen.

Die Grundlagen für den der Bauleitplanung vorgeschalteten Wettbewerb werden bisher in einem Rohkonzept für einen späteren Masterplan zusammengefasst. In diesem sollen sowohl die gesamtstädtischen, als auch die standortbezogenen Anforderungen - auch die vorhandener und zukünftiger Nachbarn - einbezogen werden. Auch wichtige Einzelnutzer können im Rahmen eines Gesamtkonzeptes noch Berücksichtigung finden, beispielsweise die seit Jahren nach einem neuen Standort für ihr Leistungszentrum suchenden Sportler des Rudervereins Germania 1904 e.V. Mit der Beauftragung einer frühzeitigen Bürgerbeteiligung wird sich die Bezirksvertretung 3 daher bereits in ihrer nächsten Sitzung am 5. Dezember 2017 befassen.

"Der Stadt geht es bei der Entwicklung der Kesselstraße um die Weichenstellung zu einer attraktiven Gewerbeentwicklung mit mehr Stadt- und Lebensqualität, Freiräumen, Verbindungswegen, mehr Offenheit - auch in der räumlichen Dimension als Ort für alle, die Anlieger, aber auch die Besucher. Dies ermöglicht Kommunikation und fördert Kreativität. Auch heute schafft der spannungsreiche Kontrast der unterschiedlichen Architekturen und die spektakulären Perspektiven und Sichtachsen die besondere Atmosphäre des MedienHafens", so Planungs- und Mobilitätsdezernentin Cornelia Zuschke.

Ein erstes, an der Spitze der Landzunge vorgelagertes Projekt stellte Oberbürgermeister Thomas Geisel mit dem "Pier One" vor. Anknüpfend an den Jahre zurückliegenden Vorschlag, die Landzungen im Medienhafen mit den sogenannten "living bridges" zu verbinden, entstand die Idee, die weiteren Brücken mit einem der Kesselstraße vorgelagerten Pier zu verknüpfen. So findet die seit Jahren von den Bürgern sehr gut angenommene Brücke von der Kaistraße zum Hyatt auf der Speditionsstraße ihre Fortsetzung. Darüber hinaus ermöglicht der Pier die Verbindung von Speditionstraße, Kesselstraße und Weizenmühlenstraße. Solch ein Pier stünde auf Pfählen über der Wasserfläche und wäre charakterisiert durch langgestreckte, hafentypische Baukörper. Die angedachte Nutzung als Bürogebäude mit Gastronomie oder eventuell Hotel würde zur Belebung des Standortes beitragen.

Für dieses Projekt soll nach Behandlung in den städtischen Gremien das Bauleitplanverfahren starten, das ebenfalls die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern vorsieht. Initiator des "Pier One" ist der Düsseldorfer Architekt Christoph Ingenhoven. Die Realisierung ist für 2022 geplant.

© Stadt Düsseldorf


Hafenbrücke im Medienhafen soll verlängert werden
22.11.2017

Menschen im Medienhafen sollen mehr Platz zum Flanieren bekommen. Die Stadt hat heute Pläne vorgestellt, die LivingBridge zu verlängern - das ist die Fußgängerbrücke zwischen Kaistraße und Hyatt. Die Pläne laufen unter dem Namen "Pier One".  Die Idee stammt von Star-Architekt Christoph Ingenhoven, der selbst sein Büro im Medienhafen hat. Geplant ist, hinter dem Hyatt-Hotel Pfähle in das Hafenbecken und darauf eine weitere Brücke zu setzen. Sie würde dann in L-Form zur Kesselstraße führen - dort wäre es dann zum Beispiel möglich ein weiteres Hotel oder Bürogebäude mit Gastronomie zu bauen. In fünf Jahren soll "Pier One" stehen. In einem nächsten Schritt könnte dann eine weitere Brücke zur nächsten Landzunge geschlagen werden - sprich: zur Weizenmühlenstraße. Das Projekt ist ambitioniert: Bisher waren Vorstöße der Stadt, mit Wohnen und Gastro näher an die Industrie zu rücken, von wenig Erfolg gekrönt.

© Antenne Düsseldorf


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OBJEKTINFOS

 

Standort:  PIER ONE  |  Kesselstraße  |  Medienhafen

Architekt: 

Projektentwicklung:

Art: Neubau,  Hotel, Büro- oder gewerbliche Nutzung

Baubeginn: 2020 (geplant)
Fertigstellung: Ende 2022/Anfang 2023 (geplant)

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