KONRAD-ADENAUER-PLATZ  |  Harkortstraße  |  Stadtmitte

KONRAD-ADENAUER-PLATZ  Harkortstraße  Stadtmitte  Foto 2016 GBI greeen
KONRAD-ADENAUER-PLATZ | Harkortstraße | Stadtmitte © 2016 GBI greeen!

Die Ideen für das Düsseldorfer Bahnhofs-Areal
21.04.2018

Seit Jahren wird über die Umgestaltung von Bahnhof und Konrad-Adenauer-Platz diskutiert. Jetzt ist ein weiterer Planungsschritt getan: Eine Jury hat die Gewinner des Wettbewerbs "Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes und Revitalisierung des Bahnhofsumfeldes" gekürt. Alle Infos im Überblick. Von Laura Ihme

Ausgangslage
Das Bahnhofsumfeld ist alles andere als schön, der Konrad-Adenauer-Platz für Neuankömmlinge unübersichtlich - dabei sollte so ein Vorplatz eigentlich eine Visitenkarte für eine Stadt sein. Seit 1996 gab es deshalb immer wieder Pläne, das Areal umzugestalten. Im vergangenen Jahr hat das Projekt Form angenommen, Stadt und Bahn haben sich auf ein Verfahren geeinigt, um die Neugestaltung voranzutreiben. Dabei wurden zunächst Bürger und Anlieger befragt und mit ihnen Kriterien für die Gestaltung erarbeitet.

Wettbewerb
Insgesamt 20 Teams von Architekten und Planern haben sich schließlich am Wettbewerb für die Umgestaltung beteiligt und 24 Entwürfe eingereicht. Eine Jury aus Freiraum-, Verkehrs- sowie Stadtplanern, Architekten, Politikern und Vertretern von Stadt und Deutscher Bahn haben gestern nach einer zweitägigen Jury-Sitzung die Gewinner-Entwürfe gekürt. Einer von ihnen zeigt nach ihrer Ansicht die beste Platzgestaltung, der andere wurde als beste Idee für einen Bahnhof der Zukunft ausgewählt.

Beste Platzgestaltung
Die Arbeitsgemeinschaften GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt mit der Vössing Ingenieursgesellschaft und RKW Architektur haben den besten Entwurf zur Platzgestaltung abgegeben. Ihre Planung sieht vor, den Platz übersichtlicher zu machen. Auf den ersten Blick ändern sie nicht viel, doch genau das hat die Jury überzeugt: Den Platz simpel zu halten, diene ihm am meisten. Konkret bedeutet das: Die Imbissbuden sollen verschwinden und Taxistand und Parkplätze sollen auf einer Seite gebündelt werden, so dass mehr Platz entsteht. Bäume werden gepflanzt, die Straßenbahn-Haltestellen erhalten modernere Unterstände.

Beste Bahnhofsgestaltung
Das Team Panorama Landschaftsarchitektur mit der Ingenieursgesellschaft Hoffmann - Leichter und Mono Architekten hat den besten Bahnhof der Zukunft konzeptioniert. Sie planen neben dem denkmalgeschützten Hauptbahnhof ein neues Hochhaus, das zwar modern aussieht, sich aber auch in die Umgebung fügt, ohne diese zu stören.

Nächste Schritte
Der Platzentwurf wird nun von Planungsdezernentin Cornelia Zuschke entwickelt, dann folgen Planungsverfahren und auch die Politik wird sich damit beschäftigen. Das dauert. "In den nächsten fünf Jahren tut sich auf dem Platz etwas", sagt Zuschke, weitere Prognosen macht sie nicht. Die Bahn prüft indes den Bahnhofsentwurf bis Ende des Jahres.

© rp-online


Bahnhofsvorplatz soll schöner werden: Jury kürt Preisträger
20.04.2018

Eine hochkarätige Jury aus Planern, Architekten, Vertretern der Kommunalpolitik, Bürgervertretern und der Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und "DB Station&Service AG" hat am Freitag, 20. April, die Entwürfe der Arbeitsgemeinschaften GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel), mit Vössing Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und RKW Architektur + (Düsseldorf) und PLANORAMA Landschaftsarchitektur (Berlin), mit HOFFMANN - LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH (Berlin) und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (Berlin) für den Konrad-Adenauer-Platz zu Siegern gekürt.

Die Preisträger stehen fest: Eine hochkarätige Jury aus Freiraum-, Verkehrs-, Stadtplanern und Architekten sowie Vertretern der Kommunalpolitik, der beiden Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und DB Station&Service AG sowie aus Bürgervertretern hat am Freitag, 20. April, die besten Entwürfe für den Konrad-Adenauer-Platz und das Bahnhofsumfeld gekürt.

Zwei Arbeiten überzeugten mit unterschiedlichen Qualitäten im Realisierungs- beziehungsweise in den Ideenteilen und lagen in der Gesamtbewertung so eng beieinander, dass die Jury zwei 1. Preise vergab. Die Planung der Arbeitsgemeinschaften GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt (Kassel), mit Vössing Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und RKW Architektur + (Düsseldorf) punkteten vor allem durch die Platzgestaltung. Der Entwurf besticht durch die hohe Realisierungsfähigkeit und dadurch, dass nahezu alle Ideen der Bürgerbeteiligung darin Eingang fanden. Dahingegen zeigte das Team PLANORAMA Landschaftsarchitektur (Berlin), mit HOFFMANN - LEICHTER Ingenieurgesellschaft mbH (Berlin) und MONO Architekten Greubel & Schilp & Schmidt PartGmbB (Berlin) die beste Idee für einen Bahnhof der Zukunft in Düsseldorf. Dieser Entwurf nimmt sich eher zurück, würdigt das historische Bauwerk und stellt so Einvernehmen mit dem Denkmalschutz her.

Aber auch die Arbeit des Trägers des 2. Preises foundation 5+ landschaftsarchitekten und planer bdla Achterberg Herz Rohler GbR (Kassel) mit Ingenieurbüro Kühnert, Inh. Christian Duksa (Bergkamen) sowie ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH (Haan) und Netzwerkarchitekten GmbH (Darmstadt) - zeigt ein zukunftsfähiges Konzept für den Bahnhofsvorplatz und sein Umfeld.

Außerdem wurden die Entwürfe der Arbeitsgemeinschaften Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH  (Berlin) mit Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH (Düsseldorf) und ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH (Köln) und LATZ+PARTNER Landschaftsarchitektur Stadtplanung Architektur Partnerschaft mbB (Kranzberg) mit S · A · K  Ingenieurgesellschaft mbH (Traunstein) und Auer Weber Assoziierte GmbH (München) und FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH (Düsseldorf) mit Lindschulte + Kloppe Ingenieurgesellschaft GmbH (Düsseldorf) und Molestina Architekten GmbH (Köln) mit würdigenden Anerkennungen bedacht, um längerfristige Lösungen - wie oben beschrieben - ermöglichen zu können.

Zwei Tage diskutierte die Jury über die 24 Arbeiten im Wettbewerb. Nach einer Vorauswahl am ersten Tag blieb die Entscheidung über die zu prämierenden Entwürfe am zweiten Tag lange offen. Das Ergebnis überzeugt nun beide Projektpartner.

"Was lange währt wird endlich gut! Seit Jahren warten die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer darauf, dass das Bahnhofsumfeld und insbesondere der Konrad-Adenauer-Platz in einer Weise neu gestaltet wird, die nicht nur städtebaulich attraktiv ist, sondern durch kürzere Umsteigewege auch kundenfreundlicher wird. Diesem Ziel sind wir heute einen großen Schritt näher gekommen", sagt Oberbürgermeister Thomas Geisel. "Das Ergebnis des Wettbewerbes ist herausragend. Ich danke allen Arbeitsgemeinschaften, die ihre Vorschläge eingereicht haben, der Jury und natürlich unserem Projektpartner DB Station&Service AG."

"Die prämierten Arbeiten geben mit ihren Entwurfsideen den Anstoß für eine gesamthafte, nachhaltige Entwicklung des Bahnhofs und dieses zentralen Quartiers als Ganzes", freut sich Oliver Hasenkamp, Leiter Objektentwicklung und Planung DB Station&Service AG, über die Qualitäten für den geplanten Hochbau auf der Fläche des ehemaligen Rheingold-Saals.

"Dem Konrad-Adenauer-Platz wird nun endlich die Möglichkeit gegeben, das schon lange gewünschte repräsentative Entrée in die Stadt zu werden. Die Entwürfe zeigen deutlich, dass Plätze mit wenigen gestalterischen Elementen ebenso viel Aufenthaltsqualität haben können wie solche, die durch die Anordnung, etwa von Bänken, Baumgruppen und weiteren Gestaltungselementen, den Bahnhofsvorplatz nicht nur zu einem Ort des Ankommens, sondern auch des Verweilens werden lassen. Der Bahnhof und sein Umfeld brauchen Qualität, Orientierung und Sicherheit und das ist uns ein Anliegen", ergänzt Cornelia Zuschke, Beigeordnete für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Mit den drei Preisträger-Teams wird die Landeshauptstadt Düsseldorf im nächsten Schritt des Realisierungswettbewerbs für den Konrad-Adenauer-Platz ein Verhandlungsverfahren führen. Die DB Station&Service AG wird die prämierten Beiträge des Ideenteils für das Hochhaus und das Empfangsgebäude intern prüfen und bewerten. Gemeinsam und partnerschaftlich betreiben die Stadt Düsseldorf und die DB Station&Service AG die Entwicklung des Areals rund um den Konrad-Adenauer-Platz voran.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte im vergangenen Jahr in enger Kooperation mit der DB Station&Service AG  den Wettbewerb zur "Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes und Revitalisierung des Bahnhofsumfeldes" ausgelobt. Zunächst hatte eine frühzeitige, umfangreiche Bürgerbeteiligung stattgefunden. Im Anschluss wurden 30 Teams ins Rennen geschickt, die Beiträge aus der Öffentlichkeit sowie weitere Rahmenbedingungen in einem zukunftsfähigen Entwurf für den Bahnhofsvorplatz und sein Umfeld zu vereinen. Keine einfache Aufgabe, denn die Ideen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung waren ebenso zahlreich wie kontrovers. Die Ergebnisse des Wettbewerbs sind ab Dienstag, 24. April, 15 Uhr, bis einschließlich Freitag, 4. Mai, 12 Uhr, im Rathaus-Foyer, Marktplatz 2, 40200 Düsseldorf, ausgestellt. An den übrigen Tagen ist die Ausstellung zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis freitags, 7 bis 19 Uhr geöffnet.


© Stadt Düsseldorf


So sieht der Konrad-Adenauer-Platz in Zukunft aus
18.04.2018

25 Teams haben sich der Herausforderung gestellt, den Konrad-Adenauer-Platz als Aufenthalts-, Begegnungs- und Orientierungsraum neu zu gestalten. Alle Entwürfe sind - nachdem eine Jury die Siegerentwürfe gekürt hat -, vom 24. April bis 4. Mai im Foyer des Rathauses zu sehen.

Alle 25 Entwürfe des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes sollen nach der Entscheidung der Jury und der Kürung der Bestplatzierten der Öffentlichkeit präsentiert werden. Alle interessierten Düsseldorfer sind herzlich eingeladen, sich die eingereichten Arbeiten ab Dienstag, 24. April, 15 Uhr, bis einschließlich Freitag, 4. Mai, 12 Uhr, im Rathaus-Foyer, Marktplatz 2, anzuschauen. An den übrigen Tagen ist die Ausstellung zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis freitags, jeweils von 7 bis 19 Uhr geöffnet.

Die Entscheidung über die Entwürfe des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes wird von einer Jury aus Freiraum-, Verkehrs-, Stadtplanern und Architekten sowie Vertretern aus der Kommunalpolitik, von den beiden Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und Deutsche Bahn Station & Service AG sowie aus Bürgervertretern getroffen. Sie diskutieren über die eingereichten Entwürfe und werden Ende dieser Woche die Preisträger küren.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Deutsche Bahn Station & Service AG hatten nach einer umfangreichen Bürgerbeteiligung im vergangenen Jahr gemeinsam 30 Teams ins Rennen geschickt. Diese sollten die Beiträge aus der Öffentlichkeit sowie weitere Rahmenbedingungen in einem zukunftsfähigen Entwurf für den Bahnhofsvorplatz vereinen. 25 Teams hatten sich der Herausforderung gestellt, den Konrad-Adenauer-Platz als Aufenthalts-, Begegnungs- und Orientierungsraum neu zu gestalten und erlebbar zu machen, ohne dabei die Funktionalität als Verkehrsraum zu vernachlässigen. Keine einfache Aufgabe, denn die Ideen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung waren ebenso zahlreich wie kontrovers.

© Stadt Düsseldorf


Konrad-Adenauer-Platz 1  Stadt Düsseldorf Foto Schrammel Architekten Stadtplaner Augsburg
Konrad-Adenauer-Platz 1 | Stadt Düsseldorf | © 2017 Schrammel Architekten Stadtplaner Augsburg

Auf 25.445 Quadratmetern sollen im Gebäude Konrad-Adenauer-Platz 1 die Zentralbibliothek, das Schulverwaltungsamt, das Forum Freies Theater, das Stadtmuseum, das Stadtarchiv und das Heinrich-Heine-Institut ein attraktives Angebot für die Besucher bieten.

Die Verwaltung schlägt den Gremien der Stadt vor, 25.445 Quadratmeter im Gebäude Konrad-Adenauer-Platz 1 für 30 Jahre anzumieten, um dort einen zentralen Ort für kulturelle Einrichtungen in der Stadt zu etablieren. In diesem Gebäude soll die neue, moderne und großflächige Zentralbibliothek eingerichtet werden. Zudem werden im Objekt Theaterspielflächen für das Theatermuseum sowie das Forum Freies Theater entstehen. Das Stadtmuseum, das Theatermuseum, das Stadtarchiv und das Heinrich-Heine-Institut erhalten Depotflächen, die optimale Bedingungen für die Archivierung sowie die wissenschaftliche Arbeit bieten. Darüber hinaus wird im Gebäude Konrad-Adenauer-Platz 1 das aktuell auf zwei Standorte verteilte Schulverwaltungsamt zusammengeführt. Dem Rat liegt dies in der Sitzung am 18. Mai 2017 zur Entscheidung vor.

Der Plan geht zurück auf einen Bedarfsbeschluss des Rates vom 10. Dezember 2015, mit dem der Bedarf für die Flächenerweiterung der Zentralbibliothek, für zusätzliche Flächen des Stadtarchivs, des Heinrich-Heine-Institutes, des Stadtmuseums und des Theatermuseums sowie für die Unterbringung des Schulverwaltungsamtes anerkannt wurde. Am 7. Juli 2016 fasste der Rat einen konkretisierenden Beschluss, wonach diese Bedarfe durch Flächenanmietungen im Objekt Konrad-Adenauer-Platz 1 gedeckt werden sollen.

 

© Landeshauptstadt Düsseldorf


greeen! architects gewinnen Wettbewerb

 

Das Architekturbüro greeen! architects aus Düsseldorf hat den städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des am Düsseldorfer Hauptbahnhof gelegenen Areals einer ehemaligen Autoverlade-Station gewonnen. Für die ca. 17.000 Quadratmeter große, zwischen Harkortstraße, Graf-Adolf-Straße, Konrad-Adenauer-Platz und der Bahntrasse gelegene Fläche wird auf dieser Grundlage nun kurzfristig ein qualifiziertes Bauleitverfahren eingeleitet. Die Bauarbeiten für den Hochbau sollen bereits 2018 beginnen. „Wir werden den preisgekrönten Entwurf umsetzen und an diesem Standort vier Baukörper mit den Nutzungen Hotel, Serviced Apartments und Studentisches Wohnen mit einer großen Tiefgarage kombinieren“, erläutert Reiner Nittka als Jury Mitglied und Vorstand des für das Areal zuständigen Projektentwicklers GBI AG. GBI hatte das Projektareal zu Jahresbeginn von CA Immo erworben.

© now how magazin H+K Klaus Wohlert Verlag Köln

Gastronomie und studentisches Wohnen am Hauptbahnhof

Der städtebauliche Entwurf geht von einer Einordnung und Betrachtung des Areals in einem gesamtstädtischen Kontext hervor. Das Potenzial sowie der Wirkungsgrad dieses Planungsgebietes erstrecken sich weit über den unmittelbar an das ehemalige Bahngrundstück angrenzenden Mintropplatz im Süden und den nördlich befindlichen Konrad-Adenauer-Platz hinaus. Die Einflussnahme dieses Vorhabens ermöglicht es städtische Bereiche vom Fürstenplatz in Friedrichstadt bis zum Worringer Platz in Flingern Süd städtebaulich zu verbinden, aufzuwerten sowie völlig neue Impulse in der Stadtentwicklung zu setzten und verdeutlicht die Tragweite dieses Vorhabens im Stadtgefüge.

Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Gebäudefiguren sowie die Materialwahl und –anordnung bis hin zu den unterschiedlichen Fensterformaten lassen eine Vielfalt in diesem Ensemble entstehen. Insbesondere zur Bahnseite entsteht eine städtebauliche und architektonische Landmarke, die in ihrer gesamten Dimension und Wirkung wahrnehmbar wird und durch Bahnreisenden über die Düsseldorfer Stadtgrenzen „mitgenommen“ werden wird.

Am KAP setzt der „untere“ Teil der Fassade die Materialität des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes fort und definiert mit der Fassade des Hansahaus die städtebauliche Platzkante. Im „oberen“ Teil des Hauses verstärkt die Metallfassade die Strahlkraft des neu entstandenen Quartiers auf den gesamten KAP und zusammen mit der Hotellobby signalisieren sie das Entree zum neu entstandenen Quartier: Die Materialien und Tektonik wirken zum KAP hin beruhigend und festigend zugleich Zwischen dem Neubau und dem Hansahaus eröffnet sich nun eine Sichtachse vom KAP durch den gesamten Stadtraum der Fußgängerzone hindurch bis zum Harkortplatz.

 

© greeen! architects Düsseldorf


Vier Neubauten entstehen ab 2018 neben dem Hauptbahnhof

Düsseldorf. Auf dem derzeit brachliegenden Gelände gleich neben dem Hauptbahnhof werden bald vier Gebäude gebaut - die das Bild der gesamten Gegend deutlich verändern werden. Eine Jury aus Immobilienfachleuten und Vertretern der Lokalpolitik hat sich gestern einstimmig für den Entwurf des Düsseldorfer Architekturbüros "Greeen" entschieden. Der Projektentwickler GBI will 2018 mit den Arbeiten auf dem 17.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Harkortstraße, Graf-Adolf-Straße, Konrad-Adenauer-Platz und der Bahntrasse beginnen. Von Arne Lieb

Die Bauten auf der ehemaligen Fläche der Autoverlade-Station der Bahn sollen genutzt werden für einen Mix aus Hotels, Studentenwohnungen und möblierten Appartements. Von dem Projekt soll auch das Viertel auf der Hinterseite des Areals profitieren: Vorgesehen sind ein neu entstehender Platz an der Harkortstraße und eine Aufwertung des als sozialer Brennpunkt geltenden Mintropplatzes.

Das Projekt ist für die Stadtentwicklung von einiger Bedeutung. Seit Jahren wollen Politik und Stadtverwaltung die Lebensqualität im Bahnhofsviertel verbessern, an dieser Stelle bietet sich eine Möglichkeit, großen Einfluss auf die Gestaltung des Quartiers zu nehmen. Diese Verantwortung betont auch der Projektentwickler. "Es geht zusätzlich um die Aufwertung des Eingangstores der Stadt Düsseldorf", sagt Clemens Jung, Mitglied der Geschäftsführung von GBI.

Geplant sind Hotels in verschiedenen Preiskategorien, zudem sollen Appartements für 150 bis 180 Studierende geschaffen werden, die von der gemeinnützigen Stiftung FDS betrieben werden. Daneben will GBI ein in anderen Städten erprobtes Modell für möblierte Appartements mit Service ("Smartments") umsetzen.

Von besonderer Bedeutung im Wettbewerb waren die Auswirkungen des Entwurfs auf das Stadtviertel. Die Architekten betonen, dass die vier Bauten etwa durch ein durchgehendes messingfarbenes Band als Ensemble gestaltet werden, das einen repräsentativen Eindruck in Richtung Bahnhof macht. Zudem erhofft man sich ein belebtes Quartier: In den Hotels soll es Gastronomie bis in den späten Abend geben, Passanten können das Areal vom Bahnhof bis zum Mintropplatz durchschreiten.

Dieses Projekt steht in Zusammenhang mit vielen weiteren wichtigen Entscheidungen für das Viertel: Auf der anderen Seite des Bahnhofs, an der Erkrather Straße, entsteht das Wohnquartier "Living Central"; in das Postgebäude direkt am Bahnhof soll die Zentralbibliothek einziehen. Dazu kommt die seit Jahren diskutierte Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes.

© rp online


Neues Quartier am Hauptbahnhof

 

Die frühere Autoverladestation wird neu entwickelt. Planungsausschuss bringt Verfahren auf den Weg.

 

Ein markantes, 17.000 Quadratmeter großes Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptbahnhofs soll zu einem neuen städtischen Quartier werden: das Areal zwischen Konrad-Adenauer-Platz, Harkortstraße, Mintropplatz und den Bahngleisen. Bisher waren dort Autos auf Bahnen verladen worden. Die CA Immo Deutschland und die Stadt Düsseldorf wollen nun mehrere Architekturbüros beauftragen, Ideen für das Gelände zu entwickeln. Mit dabei sind unter anderem SOP und Greeen Architects aus Düsseldorf sowie Kadawittfeldarchitektur aus Aachen. Der Planungsausschuss hat dem gestern einmütig zugestimmt.

 

Vorgesehen ist dort ein Nutzungsmix aus Hotels, Gastronomie, Einzelhandel, Büros und - sofern es die Lärmwerte erlauben - auch Wohnen. Von der neuen Bebauung erhofft man sich positive Effekte auf die Nachbarschaft in dem schwierigen Bahnhofsumfeld. Im Zuge der Neuplanung soll auch der Mintropplatz einbezogen und neu gestaltet werden. Es soll die Möglichkeit geben, das Gebiet schrittweise und nicht auf einmal zu entwickeln.

 

Zum Bahnhof hin ist eine klare Gebäudekante geplant, die Rücksicht auf den denkmalgeschützten Hauptbahnhof und insbesondere den Uhrenturm nehmen soll. Die Gebäudehöhen sollen sich denen der Umgebung anpassen. Zum Mintropplatz hin soll ein Hochhaus mit Büro- und temporärer Wohnnutzung entstehen. Wie hoch es genau werden soll, bleibt offen - es soll aber im Kontext zu den bereits bestehenden Hochhäusern und dem an der Moskauer Straße hinter dem Hauptbahnhof geplanten 60 Meter hohen Gebäude stehen. Einzelhandel ist vor allem zum Konrad-Adenauer-Platz hin vorgesehen (auch wegen der hohen Fußgängerfrequenz), dort soll auch eines von mehreren möglichen Hotels stehen.

 

Gute Nachricht für Radfahrer: Nicht nur die Verbindung zwischen Konrad-Adenauer- und Mintrop-platz soll für Radler verbessert werden. Im Auslobungstext wird auch ausdrücklich festgelegt, dass der ehemalige Gepäcktunnel, der südlich an das Gebäude des Hauptbahnhofs angrenzt, für eine Radverkehrsnutzung offen gehalten werden soll. Somit könnte auch die seit langem geforderte Rad-Verbindung zwischen Vorder- und Rückseite des Bahnhofs geschaffen werden.

 

© rp online


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OBJEKTINFOS

Standort: KONRAD-ADENAUER-PLATZ  |  Harkortstraße  |  Stadtmitte

Architekt:  greeen! architects Düsseldorf

Projektentwicklung: GBI AG  Erlangen

Art: Hotel, Gastronomie, Wohnen, Neubau

Baubeginn:  2018
Fertigstellung:  2020 (geplant)

Projekt-Website:

 

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